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7 Gründe, warum Unternehmen Intrapreneurship fördern sollten

Gastartikel | Reiner Huthmacher – Speaker, Personal- und Versicherungsexperte und selbst seit über 30 Jahren erfolgreich als Unternehmer tätig – weiß, dass Intrapreneurship dazu beiträgt, eine inspirierende Arbeitskultur zu schaffen und damit Talente anzuziehen. Doch was ist Intrapreneurship eigentlich? Und was bringt es den Unternehmen wirklich? Hier stellt er sieben Gründe vor, warum Unternehmen Intrapreneurship fördern sollten – und welche Ressourcen es dafür braucht.


Reiner Huthmacher, Foto: Ronny Barthel

Der Begriff "Intrapreneurship" hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und beschreibt die Fähigkeit von Mitarbeitenden, unternehmerisch zu denken und zu handeln, während sie innerhalb der festen Strukturen eines bestehenden Unternehmens agieren. Diese inneren Unternehmer:innen, auch Intrapreneure genannt, spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Innovation und Wachstum. Doch was genau steckt hinter dem Konzept des Intrapreneurships?


Im Gegensatz zum klassischen Entrepreneurship, bei dem Menschen externe Unternehmen gründen, setzen Intrapreneure innovative Ideen und unternehmerisches Denken innerhalb der bestehenden Organisation um. Sie sind hochmotiviert, denken strategisch, entwickeln innovative Ideen und setzen sie in die Praxis um. Dabei sind sie in sehr hohem Maße intrinsisch motiviert und realisieren eigene Projekte oft zusätzlich zu ihren eigentlichen Arbeitstätigkeiten.

 

Unternehmen, die Intrapreneurship fördern, können damit ihre Mitarbeitergewinnung beträchtlich optimieren: Indem sie deutlich machen, dass sie Eigeninitiative und Innovationsgeist schätzen, präsentieren sie sich nach außen und intern als attraktiver Arbeitgeber. 

 

Darüber hinaus gibt es aber natürlich noch zahlreiche weitere Gründe, warum Unternehmen Intrapreneurship aktiv fördern sollten:  


  1. Durch Intrapreneurship aktivieren Sie Wissen und Ideen, die in Ihrer Firma bereits vorhanden sind.

  2. Sie ziehen damit "die besten Köpfe" an. Viele hochqualifizierte Talente wünschen sich eine Karriere, die sie selbst gestalten können. Arbeitgeber:innen, die Intrapreneurship aktiv fördern, heben sich damit von anderen Unternehmen ab.

  3. Sie sparen Kosten, da Sie viele Innovationen intern generieren können. 

  4. Sie entwickeln Ihr Unternehmen durch neue Produkte, Technologien oder Geschäftsfelder weiter. 

  5. Sie sind in der Lage, neue Leistungsangebote auf den Markt zu bringen und damit neue Kundengruppen zu erreichen. 

  6. Sie stärken Arbeitszufriedenheit, Motivation und Loyalität Ihrer bestehenden Belegschaft. 

  7. Durch Intrapreneurship steigern Sie Umsatz und Gewinn des Unternehmens. 




Was erfolgreiche Intrapreneure brauchen

Wenn Intrapreneurship Ihr Unternehmen nach vorn bringen soll, ist dafür neben grundsätzlicher Offenheit für diesen Ansatz auch praktische Unterstützung nötig. Intrapreneure benötigen vor allem die folgenden Ressourcen: 


  • Zeit: Intrapreneure erzielen bessere Ergebnisse, wenn sie einen Teil ihrer Projekte in der Arbeitszeit realisieren können. Beispielsweise stellt Google seinen Mitarbeitern einen Tag pro Woche für eigene innovative Tätigkeiten zur Verfügung. Ebenso können längere Auszeiten für Innovationsprojekte sinnvoll sein. 

  • Geld: Intrapreneure benötigen ein eigenes Budget. Entsprechende Projekte sollten somit auch in die Kostenplanung des Unternehmens einbezogen werden. 

  • Wissen: Neue Ideen entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern erfordern oft zusätzliches Wissen. Weiterbildungen und Beratungen durch Expert:innen tragen dazu bei, dass Mitarbeitende ihre innovativen Potenziale in vollem Umfang nutzen können. 

  • Unternehmensinterne Ressourcen: Damit internes Unternehmertum entstehen kann, müssen Firmen dafür sorgen, dass Intrapreneure Zugriff auf interne Ressourcen wie Wissen, Technik und Arbeitsmaterialien haben. 

 

All diese Elemente sind nötig, um Intrapreneurship im Unternehmen zu fördern. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch eine inspirierende Arbeitskultur, die Eigeninitiative und unternehmerisches Denken bei allen Mitarbeitenden fördert. Wertschätzung und Anerkennung für jede:n einzelne:n Mitarbeiter:in, Kommunikation auf Augenhöhe und flache Hierarchien tragen dazu bei, dass im Unternehmen Intrapreneurship entstehen kann. Ebenso wichtig ist eine Fehlerkultur, die das Scheitern von Ideen oder Projekten nicht als Versagen interpretiert. 

 

Wichtig zu erwähnen ist allerdings auch, dass nicht jeder Mitarbeitende Intrapreneur sein kann und will. Intrapreneurship ist schließlich ein Bottom-up-Konzept, das nicht auf Weisungen beruht, sondern nur im permanenten Austausch mit den Mitarbeitern entstehen kann. Durch eine offene Unternehmenskultur, ein innovationsförderndes Umfeld und strikte Kundenorientierung als Innovationstreiber können Unternehmen jedoch die wichtigsten Voraussetzungen dafür schaffen.

 

 

Foto: Ronny Barthel

Über die Person:

Reiner Huthmacher ist seit mehr als 30 Jahren Unternehmer und Geschäftsführer mit umfassender Expertise in der Personal- und Versicherungsbranche. Als Entwickler des Spezialkonzeptes “Das kleine 1x1 der Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung” und Bezirksdirektor der Gothaer Versicherung wird er als Vortragsredner häufig gebucht und hat schon in zahlreichen Betrieben in ganz Deutschland für mehr Motivation und Begeisterung in den Belegschaften und sogar dafür sorgen können, dass Bewerber weitere Bewerber geworben haben! Kontakt: https://www.fachkraeftemagnet.net

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