Strategie 3: Ins Handeln kommen
Der Denkdruck steigt immer dann, wenn es, bildlich gesprochen, kein „Ventil“ gibt, durch das die Gedanken entweichen können. Als Folge dessen kreisen sie unentwegt durch unseren Kopf und schlagen auf das Gemüt. In einer Zeit, in der wir heute einen Großteil unserer Arbeits- und Freizeit überwiegend passiv vor Bildschirmen sitzen, spielt dieser Aspekt eine bedeutende Rolle. Beim Konsum von Informationen versorgen wir unser Gehirn ständig mit neuem Gedankenfutter, aber finden nur noch wenige Abfuhrmöglichkeiten.
Gedanken loszuwerden kann auf verschiedene Weise gelingen. Tagebücher und gute Gespräche mit Freunden oder dem Partner sind probate Methoden, um seine sorgenvolle Gedanken loszuwerden oder zumindest abzuschwächen. Eine Reihe von Studien belegen, dass dies insbesondere abends unseren Geist beruhigt, der Schlaf ist hiernach oft umso erholsamer.
Eine weitere, oftmals unterschätzte Möglichkeit ist, ins Tun zu kommen. Sobald wir uns sportlich, musikalisch oder handwerklich engagieren, kann unser Gehirn deutlich weniger Energie in zermarternde Gedankenschleifen investieren. Noch besser ist, wenn wir dabei das eigentliche Problem angehen, das uns umtreibt. In dem Augenblick beruhigen sich unsere Angstzentren. Nicht erst bei vollständiger Problemlösung fahren sie herunter, sondern bereits beim ersten Schritt in die richtige Richtung!
Aktiv zu werden signalisiert uns: Wir sind den Dingen nicht passiv ausgeliefert, sondern können etwas tun. Das beruhigt und erzeugt Zuversicht. Mit der Reduktion der Angst wird auch dem Grübeln seine Grundlage entzogen. Damit nutzen wir die größte Stärke, die wir gegen negative Gedanken und Gefühle besitzen: Handeln!