Caroline Nichols
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Jede Frau sollte einen Female Business Circle haben!

Gründen kann ziemlich einsam sein, findet Caroline Nichols. Ihr Gegenmittel: ein Female Business Circle mit fünf anderen Gründerinnen. Warum sie der Austausch nicht nur zufriedener, sondern auch erfolgreicher macht und wieso sie ihn mittlerweile für eine Notwendigkeit für Wachstum hält, erzählt sie hier.

Jede Frau sollte einen Female Business Circle haben!
"Ich habe lange versucht, vieles selbst zu regeln und eigenständig zu beantworten", sagt Caroline Nichols | Foto: 3Bears

Gründen kann einsam sein bzw. machen. Du gibst jahrelang alles für und in den Unternehmensaufbau. Du triffst täglich Entscheidungen, jonglierst Verantwortung, bleibst oft mit Fragen zurück, die Du nicht mal laut aussprichst.

Ich habe lange versucht, vieles selbst zu regeln und eigenständig zu beantworten. Und dann erkannt, was ich vermisse und brauche: einen festen und regelmäßigen Raum für ehrlichen, tiefen Austausch. Jenseits von spontanen Networking-Events und Panels.

The good. The bad. The ugly. 


Mit Alisa Jahnke, Ann-Sophie Claus, Julie Lepique, Valerie Henssen und Lena Jüngst habe ich diesen Raum gefunden. Wir sind sechs Gründerinnen mit sechs sehr unterschiedlichen Marken. Aber wir alle bauen unsere Unternehmen im E-Commerce auf und beschäftigen uns viel mit Digital Marketing. So können wir uns ganz klar auf die Company bezogen austauschen.

Was uns darüber hinaus verbindet: Wir teilen nicht nur unsere Erfolge, sondern auch unsere Fragen, Sorgen und Fehltritte. The good. The bad. The ugly.

Mindestens zweimal im Jahr treffen wir uns zum Offsite. Bewusst raus aus dem Alltag, rein in echte Verbindung. Und jedes Mal gehe ich mit mehr Klarheit, Motivation und Ideen zurück in mein Business, als ich sie je allein hätte entwickeln können. 



Warum ein Female Business Circle so kraftvoll ist?

  • Weil Du von anderen lernst, ohne dieselben Fehler machen zu müssen. 
  • Weil Du erkennst: Du bist nicht allein mit Deinen Gedanken. 
  • Weil Du dich zeigen kannst, ohne Fassade. Und trotzdem (oder gerade deshalb) wachsen darfst. 


Wir sprechen über Pricing-Strategien, über Share-Verteilungen, Teamkonflikte, Launch-Fails, Zukunftsängste. Und plötzlich liegt da auf dem Tisch, was in vielen Business-Kontexten verschwiegen wird: echte Realität. 



Dabei gelten vier Grundprinzipien:

  • 100% Vertraulichkeit: Was gesagt wird, bleibt im Raum. Vertrauen ist unser Fundament.
  • 100% Sharing: Wir teilen Tools, Kontakte, Learnings. Es gibt genug Erfolg für alle.
  • Keine Tabus: Finanzielles, Scheitern, mentale Gesundheit, alles darf Raum haben.
  • Es gibt nicht nur die Company: Wir sind Unternehmerinnen UND Menschen.

Damit sich ein solcher, tiefer Zirkel voll entfalten kann, würde ich immer empfehlen, sich nicht nur digital auszutauschen, sondern persönliche Treffen – idealerweise über mehrere Tage – zu priorisieren.

Ganz ehrlich: Ein solcher Zirkel ist kein Luxus. Er ist eigentlich eine Notwendigkeit. Damit Du merkst, Du bist nicht allein.

Was Dir beim Start helfen kann:  

  1. Gemeinsamkeiten im Business.
  2. Gleiche Werte.
  3. Menschen, die sich ehrlich über Deinen Erfolg freuen. 

Und dann sei mutig. Suche diese Gleichgesinnten, sprich oder schreib sie an. Und begeistere sie für Deine Idee. Denn: If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together. 

Zur Person

Caroline Nichols ist Co-Founder und CEO des Münchner Food-Startups3Bears. Das 2016 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 30 Mitarbeitende. Nichols führt es gemeinsam mit ihrem Mann Tim.