KI ist Realität, aber nicht überall gleich.
Meinen ersten Aha-Moment mit KI hatte ich mit ChatGPT. Wie viele andere auch habe ich im Alltag mit dem Chatbot experimentiert. Heute, knapp drei Jahre später, sehe ich nicht nur KI in Office Anwendungen und in den Systemen unserer Kunden, sondern bereits Agenten, die Arbeit erleichtern und Aufgaben übernehmen. KI im Job ist keine Theorie mehr, sondern Realität. Und trotzdem: Zwischen Hype und Realität klafft es eine Lücke. Unternehmen wollen dabei sein, erste Use Cases umsetzen, im Umgang mit KI dazulernen. Die Motivation ist da, aber oft fehlen die Kapazitäten, die Expertise und die vereinte Sicht aus Business und Technologie. Hinzu kommen Fragestellungen wie „Make or Buy?“ und eine Vielzahl von Anbietern, die den Markt unübersichtlich machen.
Mein Weg in den Tech-Bereich, und warum KI mich begeistert.
Ich bin seit über fünf Jahren Teil des Bereichs Customer Transformation bei PwC. Dort betreue ich globale Marketing Technologie-Projekte, von der Datenstrategie über Reporting bis hin zum Aufbau komplexer Architekturen. KI kam für mich als logische Weiterentwicklung: Technologie, die nicht nur Prozesse optimiert, sondern Menschen befähigt. Als Frau im Tech-Bereich habe ich persönliche bisher keine offensichtlichen Hürden gespürt, aber die Realität ist: In vielen Projekten bin ich eine der wenigen Frauen. Gerade in Management-Positionen fällt das auf. Was mir geholfen hat: Netzwerke, Mentoring und Programme, die Frauen in Führungspositionen stärken.
Was ich in KI-Projekten sehe.
Die größten Herausforderungen? Ganz klar: Datensilos und fehlende Datenstrukturen. Ohne saubere Daten bleibt KI ein schöner Traum. Genauso ohne Vertrauen in die Technologie. Menschen haben Lust auf Neues, aber negative Schlagzeilen über KI schüren Angst, etwas falsch zu machen. Und trotzdem: Die Chancen sind enorm. KI kann Effizienz steigern, neue Geschäftsmodelle ermöglichen und uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Aber dafür braucht es Mut und eine klare Strategie.