1. Status Quo Bias
Hier geht es um die Macht der Gewohnheit. Unser Gehirn stuft den bekannten Ist-Zustand als vorhersehbar und dadurch als sicher ein. Jede Form von Veränderung trifft daher auf große Ablehnung. Das führt dazu, dass wir unbewusst immer wieder die gleiche Art Mensch einstellen, um den Status Quo zu erhalten. Dabei kann es passieren, dass wir für die Stellenbesetzung relevante Kriterien außer Acht lassen oder uns für neue Ansätze verschließen.
2. Affinity Bias
Hier kommt unser Bauchgefühl ins Spiel. Das Gehirn tendiert dazu, sich mit Menschen wohlzufühlen, die uns ähnlich sind. Aus der Ähnlichkeit leitet das Gehirn ebenfalls Vorhersehbarkeit und Sicherheit ab. Das ist im Freundeskreis, wo geteilte Interessen Nähe schaffen, super praktisch, kann aber dazu führen, dass wir neben der Sympathie andere erfolgsentscheidende Kriterien außer Acht lassen.
3. Conformity Bias
In der Steinzeit bedeutete der Ausschluss aus der Gruppe Lebensgefahr. Heute empfinden wir weiterhin den Druck, in der Gruppe anerkannt zu werden, um uns sicher zu fühlen. Das kann dazu führen, dass wir dazu tendieren unserer Vorgesetzten oder dem Lieblingskollegen zuzustimmen und nicht die Person einzustellen, die auf unserer Liste die höchste Passung für die Stelle mitgebracht hätte.