Der Arbeitsmarkt derzeit ist schwierig. Das stimmt. Aber weißt Du, was ich in meiner Inbox täglich lese? Menschen, die sich vorab schon entschuldigen. Das klingt dann in etwa so:
„Hallo Ika, ich bin leider schon über 50."
„Hallo Ika, ich weiß der Markt ist gerade schwierig, aber..."
„Hallo Ika, bei mir klappte es bislang nicht, weil…"
Bitte macht das nicht. Das größte Problem, warum gute Leute derzeit keinen Job finden, besteht meistens nicht im Lebenslauf, sondern im Kopf. Wer die 18. Bewerbung nach 17 Absagen mit der Haltung „Wird eh nichts“ schreibt, sendet das auch aus. Man liest es zwischen den Zeilen. Das ist wie ein Lächeln am Telefon. Man sieht es nicht, aber man spürt es.
Warum Deine Haltung die Grundlage einer guten Bewerbung ist
Der Gegenentwurf? „Die werden sich freuen, meinen Lebenslauf zu lesen. Ich passe genau auf diese Stelle.“
Klingt ungewohnt? Vielleicht. Funktioniert trotzdem. Denn diese Haltung verändert, wie Du schreibst, wie Du auftrittst, wie Du Dich präsentierst. Und damit bist Du vielen bereits einen Schritt voraus.
Funktioniert Dein Lebenslauf?
Der zweite große Fehler, den ich aktuell häufig beobachte: Der Lebenslauf erzählt die falsche Geschichte. Teste Deinen CV einmal ehrlich: Kann jemand innerhalb von zwei Minuten verstehen, was Du beruflich kannst, wofür Du stehst und welchen Mehrwert Du bringst? Wenn nicht, ist er zu kompliziert.
Außerdem wichtig: Priorisiere Deine Aufgabenbereiche und zeig, welche Wirkung Du in Deinen letzten beruflichen Stationen hattest.
Schreib nicht: „Zuständig für Vertrieb.“
Sondern: „Neukundengeschäft Bereich X aufgebaut und Umsatz um 18 Prozent gesteigert.“
Recruiting funktioniert heute extrem schnell. Erst liest HR, danach die Fachabteilung. Es muss in den ersten 120 Sekunden klar werden, was Du kannst und was Du bewegt hast. Benenne also Deinen Impact, Deine Tools und wenn Du Führungskraft bist, auch Deine Teamgröße klar.