In fast jeder Founder-Runde der letzten Monate fällt früher oder später derselbe Satz: „Linkedin funktioniert nicht mehr." Reichweite halbiert, Engagement weggebrochen, Posts versacken im Nichts. Der Frust ist groß.
Wir haben das schon oft gehört, beobachten auf unserer Seite aber das Gegenteil. Bei unseren Kund:innen wachsen die Accounts, die Performance wird besser, nicht schlechter. Wie passt das zusammen?
Warum mittelmäßige Posts auf Linkedin untergehen
Was wir sehen, ist keine Plattform-Krise, sondern klassische Marktdynamik: Stell Dir LinkedIn wie einen Marktplatz vor, auf dem Zeitungen verteilt werden. Vor sieben Jahren standen dort fünf Verleger:innen. Wer druckte, wurde gelesen. Der Algorithmus musste die Feeds füllen, also wurde fast jeder halbwegs ordentliche Post großzügig ausgespielt. Auch mittelmäßige Beiträge bekamen viel Reichweite, einfach weil es nichts Besseres gab.
Heute ist es umgekehrt: Es gibt viel mehr Content als Aufmerksamkeit. Jeder Post kämpft gegen tausend andere um Sekundenbruchteile der Aufmerksamkeit. Mittelmäßige Posts gehen in diesem Umfeld unter. Nicht, weil sie schlechter geworden sind, vielmehr weil die durchschnittliche Qualität auf der Plattform gestiegen ist.