Was ist eigentlich mit den Energiepreisen los?

Anzeige | Die Preise für Energie erreichen immer neue historische Höchststände. Viele Menschen sind verunsichert. Betroffen sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen. Warum die Preise steigen und was sich dagegen tun lässt, erklärt uns LichtBlick. Der Ökostrompionier setzt sich für »nichts an CO₂« ein: mit klimaneutraler Energie für zuhause und Unternehmen.


(Symbolbild), Foto: Getty Images



Der Ukraine-Krieg hat die Preise geradezu explodieren lassen. Doch schon vor Kriegsausbruch lagen diese auf Rekordniveau. Dafür gibt es viele Gründe.


6 Gründe für die Preisentwicklung


1. Fossile und nukleare Energie als Preistreiber

Fossile Energieträger – vor allem Steinkohle und Erdgas – werden immer teurer. Gleichzeitig sind sie aber in Deutschland noch weit verbreitet und werden (wie z. B. Gas) auch zur Stromerzeugung genutzt. Der Ausfall der AKWs in Frankreich durch fehlendes Kühlwasser und andauernde Revisionen verknappt den Strom weiterhin. Das lässt die Preise in Europa steigen.


2. Die Altmaier-Lücke

Als langjähriger Bundeswirtschaftsminister bremste Peter Altmaier erst den Solar- und dann den Windstromausbau massiv aus. Darum haben wir zu wenig neue Kraftwerke und sind auf den Ausstieg aus Kohle und Atom schlecht vorbereitet. Das führt zur Knappheit im Energiemarkt und damit zu höheren Preisen.


2021 stammten nur etwa 45 % des Strommixes aus erneuerbaren Quellen.

3. Nachfragehoch nach Coronatief

Zu Beginn der Coronapandemie ging es mit der Wirtschaft erst mal ziemlich bergab. Doch dann erholte sie sich nach der ersten Talfahrt schneller als erwartet. Dies und eine zeitweise deutlich höhere Gasnachfrage in Asien führten schon vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine zu einem spürbaren Anstieg der Preise.


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4. Zu wenig erneuerbare Energie

2021 stammten nur etwa 45 % des Strommixes aus erneuerbaren Quellen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich, weil es z. B. zu wenig Windräder gibt. Deren Bau wurde regelmäßig durch Politik und private Initiativen ausgebremst. Die Folge: Der Strompreis steigt, weil weniger günstige erneuerbare und mehr teure fossile Kraftwerke genutzt werden (müssen).


Verbraucher:innen, vor allem einkommensschwächere, müssen stärker entlastet werden wie etwa durch das geplante Klimageld.

5. Zu wenig Gas

Anfang 2022 waren die Füllstände in den deutschen Gasspeichern niedrig wie nie. Inzwischen sind sie wieder über 85 %. Die müssen allerdings den gesamten Winter reichen – auch ohne russisches Gas. Dieser Einkauf zur Einspeicherung von Gas war dringend notwendig, führte aber angesichts fallender russischer Liefermengen auch zu steigenden Erdgas-Preisen.


6. Der Ukraine-Krieg

Verschärft wurde die Situation durch den Angriffskrieg auf die Ukraine. Putins Krieg führt im gesamten europäischen Markt zu Gas-Engpässen und Preisexplosionen. Und weil Gas auch bei der Stromerzeugung eingesetzt wird, steigen die Strompreise entsprechend mit.


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Was hilft gegen Preisexplosionen?

Die Politik muss Haushalte und Unternehmen entlasten. Die Streichung der EEG-Umlage, die Energiepauschale, Steuervergünstigungen und Heizkostenzuschüsse reichen nicht. Auf Dauer helfen nur Energiesparen und der Umstieg auf günstige erneuerbare Energien. Verbraucher:innen, vor allem einkommensschwächere, müssen stärker entlastet werden wie etwa durch das geplante Klimageld.


Deutschland braucht eine Entfesselung der erneuerbaren Energien, denn nur ein Großangebot günstiger, grüner Energie wirkt sich nachhaltig preissenkend aus. Das Ausbautempo bei Wind- und Solarstrom muss vervielfacht werden. Um die Energiewende auch im Verkehr und bei der Wärmeversorgung voranzubringen, müssen E-Fahrzeuge und Wärmepumpen endlich Normalfall werden. Auch bei der Nutzung von Solarstrom, Batterien, Wärmepumpen und Heimladestationen muss es heißen: Förderung rauf und Bürokratie runter. LichtBlick deckt schon jetzt all diese Bereiche ab: von 100 % ÖkoStrom über klimaneutrale Wärme und smarte Lösungen für mehr Elektromobilität bis hin zum eigenen SolarStrom. Wechseln und umdenken lohnt sich daher heute schon – vor allem auch für Unternehmen.