Von der Idee zur Gründung
Dass sich Türen öffnen, daran arbeiten die Handelskammer Bozen, Verbände, der NOI Techpark, Bildungshäuser, private Initiativen und die Unternehmerinnen selbst. Pichler beobachtet noch einen weiteren Anreiz, der vom Staat gesetzt wurde und zur Gründung anregt: Das vereinfachte „Sistema forfettario", eine Pauschalbesteuerung für kleine Umsätze, senkt die Hemmschwelle, sich überhaupt eine Mehrwertsteuernummer zuzulegen. Das allein ist, wie Pichler einräumt, allerdings noch kein Geschäftsmodell. Wer gründet, muss auf Dauer davon leben und für später vorsorgen können.
Und dann ist da die Sache mit den Kindern. Zwölf Wochen Sommerferien lassen sich nicht wegvernetzen; ein Kindergarten, der am frühen Nachmittag schließt, auch nicht. Ob eine gute Idee wachsen kann, hängt auch davon ab, wer nachmittags Zeit hat. „Familien sind hier oft noch auf sich allein gestellt", bringt es Pichler auf den Punkt. Eine Debatte, die natürlich emotional stark aufgeladen ist.