Jessica Schwarzer

19. September 2021

3 Min. Lesedauer

5 Versicherungen, die Sie wirklich brauchen

Strive+ | Was man versichern muss, ist schwer zu kalkulieren: Wir sichern uns gegen Fälle ab, die hoffentlich nie eintreten. Dann fühlt es sich an wie rausgeschmissenes Geld. Kommt es doch zur Extremsituation, kann es allerdings teuer werden. Die Krankenversicherung ist Pflicht in Deutschland. Für Angestellte auch die gesetzliche Rentenversicherung. Darüber hinaus gibt es fünf wichtige Policen, die jede:r haben sollte.

5 Versicherungen, die Sie wirklich brauchen
5 Versicherungen, die Sie wirklich brauchen

1. Berufsunfähigkeit

Rückenprobleme, Burn-out, Herz-Kreislauf – statistisch gesehen kann jede:r Vierte ihren/seinen Beruf irgendwann nicht mehr ausüben. In Handwerksberufen liegt die Quote noch höher. Damit ist Berufsunfähigkeit eines der größten Lebensrisiken und kann existenziell sein. Denn fällt das Einkommen weg, entsteht mitunter eine erhebliche Versorgungslücke. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann sie schließen und ist eine der wenigen Policen, die Verbraucherschützer:innen und Versicherungsmakler:innen geschlossen für unverzichtbar halten. Der Abschluss ist komplex; eine Beratung ist wichtig.

Kosten: Variieren, die BU kostet aber schnell einige Hundert Euro pro Jahr. Je höher die monatliche Rente sein soll, desto höher die Prämie. Beruf, Alter, Gesundheitszustand, Hobbys spielen eine Rolle.

2. Private Haftpflicht

Sie schützt vor den Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die wir anderen in unserer Freizeit zufügen. Zwar kosten 99 Prozent aller Sachschäden weniger als 5000 Euro. Wenn aber Menschen zu Schaden kommen, kann es schnell um die eigene finanzielle Existenz gehen. Verursachen wir zum Beispiel einen Unfall mit gesundheitlichen Folgen für andere, können Schmerzensgeld, Rehabilitation oder im Falle einer Berufsunfähigkeit auch die Rentenzahlung in die Millionen gehen. Deshalb betont der Bund der Versicherten (BdV): „Die Privathaftpflicht bietet einen unverzichtbaren Versicherungsschutz, den ausnahmslos alle haben sollten.“

Kosten: Günstig, für Singles unter 100 Euro pro Jahr. Dabei deckt die Versicherung Schäden bis zu einer Versicherungssumme von zehn Millionen Euro und mehr ab.

3. Rechtsschutz

Streit gibt es in allen Lebenslagen. Wenn wir unser Recht durchsetzen möchten, geht es selten ohne juristischen Beistand. Das kann teuer werden. Die Rechtsschutzversicherung hilft bei Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgebenden, bei Miet- und Nachbarschaftsstreit, Schadenersatzforderungen, steuerrechtlichen Angelegenheiten und Verkehrsunfällen. Verbraucherschützer:innen raten, nicht unbedingt den Rundum-Schutz zu wählen, sondern die Police individuell zu gestalten. Das ist nach dem Baukasten-Prinzip je nach Bedarf möglich.

Kosten: Rechtsschutz gehört zu den günstigeren Policen. Ab ca. 20 Euro im Monat erhält man einen soliden Schutz.

4. Hausrat

Mit den Jahren sammeln wir immer mehr Dinge an, die wir schützen möchten. Die Hausratversicherung versichert den Neuwert unseres Inventars wie Einrichtung, Kleidung und technische Ausstattung bei Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Viele halten diese Versicherung für überflüssig. Bis es doch zum Schaden kommt …

Kosten: Die Beiträge richten sich nach der Größe der Wohnung und dem Umfang des Inventars. Ab ca. 50 Euro pro Jahr.

5. Risikoleben

Wenn der oder die Hauptverdiener:in der Familie stirbt, bedeutet das für die Hinterbliebenen oft auch ein finanzielles Drama. Eine Risikolebensversicherung sichert sie ab. Mit der Todesfallsumme kann ein Immobiliendarlehen abgesichert werden oder die Ausbildung der Kinder. Verzichten könne auf einen solchen Schutz nur, wer keinerlei finanzielle Verpflichtungen anderen gegenüber mehr habe, betonen Verbraucherschützer:innen.

Kosten: Die Beiträge hängen von der Laufzeit ab und von der Summe, die im Todesfall ausgezahlt werden soll. Außerdem spielen „Risikofaktoren“ wie Alter, Gesundheit und Hobbys eine Rolle.

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