Greentech Festival 2022 kooperiert mit der KOA BERLIN

Anzeige | Das Greentech Festival, das größte Nachhaltigkeitsevent Europas, hat sich mit der KOA BERLIN, dem Karriere-Event speziell für Frauen, zusammengeschlossen. Vom 22. bis 24. Juni 2022 können Besucher:innen viele Innovationen entdecken, Inspirationen finden neue Business-Kontakte schließen und spannenden Speakern zuhören. Wir haben mit Judith Kühn, CEO vom Greentech Festival und Tamara Schenk, der Gründerin von KOA, über die Gründe der Kooperation, die Herausforderungen und kommenden Highlights der beiden Events gesprochen.

Tamara Schenk, Gründerin von KOA (links) und Judith Kühn, CEO vom Greentech Festival (rechts)



Wie kam es zu der Kooperation der beiden Events?

Tamara Schenk: Das GTF ist eine großartige Plattform für Visionäre und Vordenker im Green Tech Bereich. Wir als KOA finden es wichtig, das Thema Nachhaltigkeit auch im Personalbereich weiterzudenken. Neben den technologischen Möglichkeiten und Herausforderungen bedeutet nachhaltiges Recruiting für uns den Menschen in den Fokus zu setzen. Hierarchische Strukturen, wie sie seit Jahrzehnten in Unternehmen verankert sind, werden in der aktuellen Zeit auf eine harte Probe bestellt – und das zu Recht. Gemeinsam wollen wir das Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen unserer Gesellschaft stärken.


Judith Kühn: Wir als GTF haben aus unserem Partnernetzwerk häufiger den Need nach mehr Recruiting und Employer Branding Formaten herausgehört. Uns war aber klar, dass wir das als Nachhaltigkeitsplattform nicht allein umsetzen können. Über Tamaras Geschäftspartner, Felix Brandts, den ich noch aus Gründerszene Zeiten kenne, hörte ich, dass die KOA nach Corona einen Restart plant und wir haben sofort gemerkt, dass Marken DNA und unsere Ziele gut zusammenpassen. Unser diesjähriges Motto lautet „Together We Change“ - Warum dann nicht auch zusammen umsetzen?


Wie wurden die Events bisher nach zwei langen Corona-Jahren angenommen?

Tamara Schenk: KOA BERLIN musste pandemiebedingt eine Zwangspause einlegen. Wir haben die Zeit genutzt und unser Event-Format neu aufgestellt und weiterentwickelt. Mit einem mutigen und unkonventionellen Ansatz sind wir Anfang des Jahres gestartet und sind begeistert von der durchweg positiven Resonanz. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und macht uns bereits jetzt sehr stolz.


Judith Kühn: Unser GTF hat einen kleinen Vorteil, da wir trotz Corona auch in 2020 und 2021 physisch umsetzen konnten - wenn auch in etwas abgewandelter Form – und bei unserer Zielgruppe weiterhin sehr präsent waren. Aktuell freuen sich einfach alle auf ein großes Live-Event, mit vielen Ausstellern und Highlights rund um das Thema Nachhaltigkeit und Green Technology.


Es gibt nach wie vor zu wenige Frauen in Führungspositionen – von der Frauenquote in Aufsichtsräten mal ganz zu schweigen.

Tamara, mit der KOA Conference bietet Ihr ein Karriere-Festival speziell für Frauen. Warum braucht es ein besonderes Event für Frauen?

Tamara Schenk: Wir würden uns wünschen, dass es das nicht braucht. Die Realität sieht aber leider anders aus. Es gibt nach wie vor zu wenige Frauen in Führungspositionen – von der Frauenquote in Aufsichtsräten mal ganz zu schweigen. Wir glauben, dass Firmen schon im Recruitment-Prozess viel mehr auf die Bedürfnisse von weiblich gelesenen Personen eingehen müssen. Diese bringen ein Set an Softskills mit, dass sich Unternehmen viel stärker zu Nutze machen sollten. KOA BERLIN hat nur noch wenig mit der klassischen „Jobmesse“ zu tun. Wir haben ein Festival-Format kreiert, dass es Unternehmen und Teilnehmer:innen erlaubt einander auf Augenhöhe zu begegnen. Spielerische Kommunikationsformate helfen dabei miteinander ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen, damit auf beiden Seiten der Funke überspringen kann.


Wie reagierst Du, wenn Du von anderen Events hörst, dass es angeblich nicht genügend Frauen gäbe, die man als Speaker einladen könnte?

Tamara Schenk: Ich sage dann immer: Try harder! Es gibt in allen Bereichen inspirierende und erfolgreiche Frauen und es ist nicht besonders schwer sie zu finden. Wer sich in der heutigen Zeit immer noch schwer damit tut, hat definitiv Nachholbedarf. Bei der KOA BERLIN kann man sich jede Menge Inspiration holen.


Was war Deine größte Herausforderung, um das Event stattfinden zu lassen?

Tamara Schenk: Mit dem neuen Event-Format betreten wir neues Terrain. Dieses erfordert Mut und Vertrauen von unseren Partnerunternehmen sowie von allen Beteiligten. Es freut uns zu sehen, wie motiviert alle sind und wie sich nach und nach ein Puzzleteil an das andere reiht. Ein bisschen Nervenkitzel bleibt aber bis zum Schluss – das macht aber auch den Reiz aus. Ganz nach dem Motto: wer nichts wagt, der nicht gewinnt.


Judith, hat die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit in den letzten zwei Corona Jahren nachgelassen?

Judith Kühn: Die letzten zwei Jahre waren für die Gesellschaft insgesamt sehr herausfordernd. Und auch wenn aktuell in der medialen Wirksamkeit das Thema Nachhaltigkeit ein wenig nach hinten gerutscht ist, kann ich das für die Zielrichtungen der Unternehmen nicht pauschal unterschreiben. Wir erkennen hier ganz klar eine neue Priorisierung innerhalb der Vorstandsetagen und diese gehen auch in den meisten Fällen über Lippenbekenntnisse hinaus.


Wie siehst Du unsere Chancen, ein paar umweltschonende Gewohnheiten auch nach Corona beizubehalten?

Judith Kühn: Ich bin ganz guter Dinge. Insbesondere das Reisen zu kurzen Terminen und Kennenlernen wird viel häufiger hinterfragt und häufig entschieden, dass ein kurzer Video Call zum gleichen Ergebnis führen kann. Auch die zunehmende Tendenz zum Home Office hat positive Effekte auf unsere Umwelt. Denn es macht dann eben doch einen Unterschied, ob ich 2x oder 5x die Woche mit dem Auto ins Büro fahre.


Wird das einen Effekt auf unser Klima haben?

Judith Kühn: In diesem Fall gilt – alles hilft. Jeder Schritt zur Co2 Einsparung ist entscheidend. Und je bewusster wir uns damit auseinandersetzen, Erfahrungen und Erfolge teilen, inspirieren und aktivieren - umso mehr können wir erreichen.


Unternehmen, Einzelpersonen, Wissenschaftler, Startups, Mittelständler – sie alle müssen eine nachhaltige Zukunft mitgestalten wollen.

Was ist die Botschaft des diesjährigen Greentech Festivals?

Judith Kühn: Together we change. Die Ziele, die wir als Gesellschaft für eine nachhaltige Zukunft erreichen müssen, erfordern sehr viel Kraft, Veränderungswille und auch Verzicht. Das schaffen wir nicht allein. Und genau das ist unsere Botschaft. Unternehmen, Einzelpersonen, Wissenschaftler, Startups, Mittelständler – sie alle müssen eine nachhaltige Zukunft mitgestalten wollen.


Auf welche Gäste (GTF) und Speaker (KOA) dürfen sich die Teilnehmer:innen freuen?

Tamara Schenk: Wir bei KOA BERLIN sind sehr stolz auf unser diverses Speaker:innen Line-up in diesem Jahr. Wir konnten inspirierende Persönlichkeiten für uns gewinnen und freuen uns diese auf unserer Bühne willkommen zu heißen. Unter anderen werden Diana zur Löwen, Verena Pausder, Lunia Hara und Michael Fritz dabei sein.


Judith Kühn: Ich freue mich vor allem auf unsere tollen Awards Nominierten. Sie sind diejenigen, die nachhaltige Technologien entwickeln, in Unternehmen bringen und Zukunft erlebbar machen. Ihren großen Auftritt bekommen sie bei unseren GREEN AWARDS am Mittwochabend. Da werden alle Projekte auf der großen Bühne vorgestellt und die Gewinner aus der Top 3 gekürt – in der Kategorie Startup können sogar alle live via Instagram mitvoten.