Warum wir endlich mit „Overthinking“ aufhören sollten

Wir denken nach. Über unsere Worte, über Entscheidungen, die Vergangenheit und die Zukunft. Und manchmal kommen wir aus dem Nachdenken nicht mehr heraus. Zerbrechen uns den Kopf. Analysieren bis ins kleinste Detail und konzentrieren uns ungewollt auf all die negativen Dinge – wir „overthinken”. Aber was ist „Overthinking” überhaupt? Woran kann ich es erkennen? Und wie kann ich mich stoppen?

Was ist „Overthinking” überhaupt? Overthinking ist das Phänomen, wenn wir uns Tag und Nacht Gedanken machen und uns den Kopf zerbrechen, aber nicht zu einem sinnvollen Ergebnis kommen. Wir haben Angst und fangen an, Alles zu analysieren. Wir spielen jedes Szenario durch und kommen aus unseren Sorgenschleifen nicht mehr heraus.

Wie können Sie es stoppen?

Werden Sie sich Ihrer negativen Gedanken bewusst! Bevor Sie lernen können, wie Sie mit „Overthinking” umgehen können, müssen Sie erkennen, wann es überhaupt passiert. Versuchen Sie sich bewusst zu werden, wann negative Gedanken in Ihrem Kopf herumschwirren. Fragen Sie sich, ob ihre Sorgen berechtigt sind. Ergibt es Sinn, sich Gedanken darüber zu machen? Helfen Ihnen diese Gedanken bei der Lösungsfindung? Und wenn Sie negative Gedanken erkennen, probieren Sie die folgenden Punkte.


Finden Sie Ablenkung Die einfachste Lösung, das Gedankenkarusell zu stoppen, ist sich Ablenkung zu suchen. Ob Arbeit oder sich mit Freunden treffen, Filme schauen oder kreativ zu werden. Wenn Sie sich mit etwas anderem beschäftigen, tut ihr Kopf das meist auch.


Bleiben Sie im Hier und Jetzt Unsere Gedanken drehen sich oft um die Zukunft, aber auch um die Vergangenheit. Warum habe ich das getan? Wieso habe ich dies gesagt? Hätte ich doch nur das gemacht... Sie können diese Dinge nicht mehr ändern, also zerbrechen Sie sich nicht den Kopf darüber. Oder bereitet Ihnen die Zukunft mehr Angst? Sie wissen nicht, was Ihnen bevorsteht und beginnen mit „Was wäre, wenn...”? Bleiben Sie in der Gegenwart. Konzentrieren Sie sich auf das Hier und Jetzt und zerbrechen Sie sich nicht den Kopf über vergangene und bevorstehende Ereignisse.


Erfolge feiern Wenn Sie sich viele Gedanken machen und ihre Sorgenschleife immer größer wird, denken Sie an all die Dinge, die Sie erreicht haben. Und feiern Sie ihre Erfolge – auch die kleinen. Denken Sie an ihre letzte Woche zurück. Was haben Sie erreicht? Sei es ein Spaziergang am Tag oder weniger Kaffee, ein Buch zu lesen oder ein abgeschlossenes Projekt. Denken Sie an die positiven Sachen und lassen Sie keinen Platz für die negativen Gedanken.


Fokussieren Sie sich auf die Problemlösung „Overthinking” hilft uns meist nicht dabei, das Problem zu lösen. Liegt es in Ihrer Macht, das Problem zu lösen? Was können Sie tun, um ihr Problem zu lösen? Brauchen Sie dabei Unterstützung? Wen können Sie um Hilfe bitten? Was können Ihre ersten Schritte sein? Versuchen Sie, sich eine Struktur zu bauen und ihre Gedanken werden ebenfalls geordnet.


Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Sorgen Man soll und darf sich auch mal Gedanken machen – und natürlich begleiten uns auch mal Sorgen im Alltag. Beeinträchtigen sollten uns diese aber nicht. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Sorgen und stellen Sie sich einen Timer. Nach beispielsweise 5 Minuten hören Sie auf zu grübeln und lenken sich ab.


Werden Sie aktiv Wenn Sie sich mal wieder den Kopf zerbrechen, versuchen Sie Taten sprechen zu lassen. Werden Sie aktiv! Sie machen sich Gedanken um ein Projekt? Gehen Sie auf Ihre Teammitglieder zu und besprechen Sie ihre Sorgen. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen? Fragen Sie nach den konkreten Erwartungen. Und selbst dann, denken Sie daran – Fehler sind menschlich. Anstatt zu grübeln und zu viel nachzudenken, tun Sie es einfach und fragen sich ausnahmsweise mal nicht, was alles schiefgehen kann.


Das viele Nachdenken ist auch eine Gewohnheit – und die werden wir meistens nicht so schnell los. Also versuchen Sie, sich davon nicht stressen zu lassen. Lernen Sie sich selbst besser kennen. Probieren Sie aus. Und seien Sie nicht zu hart zu sich selbst.