LIFESTYLE

Was sexuelle Selbstbestimmung
mit Erfolg zu tun hat

Sexualität – in Form von Verlangen – ist buchstäblich der Kern jedes Lebewesens. Eine motivierende Kraft, die es uns ermöglicht, im Leben Erfolg zu haben.

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Illustration: Hazel Mead

von Daniela Märklin

8. März 2021

Sexuelle Selbstbestimmung ist für mich gleichbedeutend mit der Fähigkeit, in allen Bereichen und Facetten des Lebens selbstbewusstes Vergnügen zu erkennen und zu erleben. Sexualität – in Form von Verlangen – ist buchstäblich der Kern jedes Lebewesens. Eine motivierende Kraft, die es uns ermöglicht, im Leben Erfolg zu haben.


Erfolgreiche Menschen lernen früh, sich ihre Wünsche konsequent zu erfüllen und sich diesen mit Leidenschaft zuzuwenden. Je wohler wir uns in unserer Haut fühlen, desto leichter fällt es uns zu handeln, aktiv zu kommunizieren, zuzuhören und offen auf alles zu reagieren, was das Leben für uns bereithält. Dieses Wohlgefühl in sich selbst ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.


Es gilt, diese Leichtigkeit der selbstbewussten Sinnlichkeit zu entdecken und als wichtigen Teil des eigenen Lebens zu leben. Wer früh lernt, sein Verlangen bei dem Erleben des eigenen Körpers und der eigenen Sexualität in Worte zu fassen, der/die zeigt sich selbstbewusst, übernimmt Verantwortung für die eigene Lust und kann damit allein oder zusammen mit anderen ein erfülltes sexuelles Leben realisieren. Diese Einstellung wirkt sich durchgehend positiv auf das gesunde Verhältnis zur eigene Sexualität aus.


Erfolg in jedem Bereich des Lebens erfordert Verlangen, Antrieb und Engagement. Und auf dem Weg zum Erfolg stehen wir vor vielen Herausforderungen. Egal wie steinig der Weg ist und egal, was wir tun: Wir sind umso erfolgreicher, je besser wir mit den eigenen Wünschen verbunden sind – denn das ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Das Wissen um unsere sexuellen Wünsche hilft uns, intensiver verbunden zu sein mit dem was wir eigentlich wollen – mit dem was uns antreibt; kurz: Mit unserem Verlangen!


Lasst uns die Orgasmus-Lücke schließen!

Laut einer Studie der International Academy of Sex Research aus dem Jahr 2017 kommen 95 Prozent der heterosexuellen Männer beim Sex immer oder meistens zum Orgasmus, aber nur 65 Prozent der heterosexuellen Frauen.


Die Orgasmus-Lücke schließen, das liest sich sehr einfach und gut, aber gerade Frauen wird dieser Weg zu sich selbst erschwert. Denn selbst heute noch wird uns oft beigebracht, stets höflich und nett zu sein, keine Widerworte zu geben und die eigenen Wünsche als weniger wichtiger als die der anderen zu sehen. Dieses veraltete Rollenbild kann dann den Umgang mit uns selbst und mit anderen prägen – bis hin zu dem, was wir in unseren beruflichen Rollen abfordern.


Dazu kommt unsere Unwissenheit um den eigenen Körper: Das ist auch die Erfahrung von Filmemacherin Denise Dismer, die in ihrer Wissenschaftsdokumentation Vulva und Vagina – neue Einblicke in die weibliche Lust aufzeigt, dass das Wissen durchaus vorhanden ist, aber nicht weitergegeben wird.


Wenigen Frauen wird vermittelt, dass man seine Klitoris anschauen und kennen sollte – und so wundert es auch nicht, dass durchschnittlich ein Drittel der Frauen im College-Alter in den USA die Klitoris in einem Diagramm nicht klar zeigen können. Und das obwohl diese buchstäblich das Epizentrum des weiblichen Orgasmus ist. Viele Frauen tappen auch heute noch oft quasi im Dunkeln und warten darauf, dass jemand anderes in dem Bereich den ersten Schritt zur Aufklärung macht...


Der erste Schritt sollte aber bei und durch uns selbst beginnen! Jede kann das Tempo der Entdeckungsreise selbst steuern. Es beginnt ganz einfach damit, dass wir mehr über unseren eigenen Körper, unsere Wünsche und Bedürfnisse erfahren. Erster Schritt also: Verlangt nach diesem Wissen! Reflektiert, wie ihr erzogen wurdet und erzieht. Viele Menschen geben tradierte Rollenbilder weiter, die sie selbst im eigenen Leben ausgebremst haben.


Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet, zu wissen, welches die Schlüssel zu unserer persönlichen Befriedigung sind und uns Zugang zu selbstbewusster Sinnlichkeit geben – mit oder ohne Partner:in mit oder ohne Satisfyer…  Diese Bedürfnisse an erste Stelle zu setzen, öffnet ein sehr großes Potential: Glückshormone, Entspannung des Nervensystems, Abbau von Stress und mehr Selbstbewusstsein – und das wiederum bringt uns ganzheitlichen Erfolg im Leben!


Meine sexuelle Freiheit bestärkt mich darin…

Sexuelle Selbstbestimmtheit birgt so viele Vorteile, dass wir es zum Thema unserer internationalen Weltfrauentag-Kampagne gemacht haben: Unter #choosetochallenge rufen wir Frauen in unserer wertebasierten Kampagne dazu auf den Satz „Meine sexuelle Freiheit bestärkt mich… / My sexual freedom empowers me to…“ zu vervollständigen. Wir sammeln all die vielen Statements und laden sie, anonymisiert, in einen Online-Safe-Space hoch.
Denn jede von uns kann damit ein Vorbild sein oder sich für den ersten, eigenen Schritt, inspirieren lassen und den Grundstein für ein erfolgreicheres Leben legen.

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Über die Autorin: Daniela Märklin, Chief Marketing Officer von Triple A Internetshops

Mutig, verbindend, fokussiert - so führt die Hamburger Handels- und Marketingspezialistin ihr Marketingteam beim Beschreiten ungewöhnlicher und neuer Wege wie z.B. im Bereich der wertebasierenden Kommunikation und des Markenaufbaus für Satisfyer. Denn die Satisfyer Markenwerte sexuelle Selbstbestimmung und Gleichberechtigung für alle liegen Daniela dabei besonders am Herzen.

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