KARRIERE

5 Tipps für den Einstieg in die Tech-Szene

​Die Tech-Szene boomt! Allerdings schrecken Frauen oftmals davor zurück, Jobs und Berufsmöglichkeiten in der Tech-Szene in Erwägung zu ziehen bzw. konkret zu verfolgen. Wie ein Einstieg in die Tech-Szene gelingen kann, zeigen unsere fünf Tipps.

Image-empty-state.png

von Anita Richter

3. Juni 2021

Die Tech-Szene boomt! Allein in Deutschland gibt es rund 70.000 Start-ups – von denen eine Vielzahl einen Tech-Fokus haben. Sie sind in der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken und bereichern ganze Industriezweige mit innovativen und richtungsweisenden Produkten, Lösungen und einer frischen Denkweise. Neben Start-ups prägen auch etablierte und größere Tech-Player die Szene. Durch ihre zukunftsweisenden Lösungen und Business-Modelle sind Tech-Unternehmen als Arbeitgeber sehr gefragt. Doch Frauen sind in der öffentlichen Wahrnehmung im Bereich Tech unterrepräsentiert. Dabei hat sich dort in den vergangenen Jahren viel geändert und die Tech-Szene ist diverser geworden. Das Image der männerdominierten Branche ist somit überholt. Allerdings schrecken Frauen oftmals davor zurück, Jobs und Berufsmöglichkeiten in der Tech-Szene in Erwägung zu ziehen bzw. konkret zu verfolgen. Wie ein Einstieg in die Tech-Szene gelingen kann, zeigen die folgenden fünf Tipps:


1.  It’s a people’s business

Wie so oft im Leben ist ein gutes Netzwerk das A und O. Frauen können im Netzwerken sehr erfolgreich sein; sie sind in der Regel aber zurückhaltender. Zu Unrecht! Natürlich kann man sich mit den richtigen Qualifikationen auf jeden Job bewerben, aber vor allem in höheren Positionen sind entsprechende Referenzen Gold wert. Oft wird vergessen, welches Netzwerk über die Jahre bereits aufgebaut wurde. Deshalb ist es wichtig, Kontakte zu pflegen. Auch wenn der letzte Kontakt eventuell schon einige Monate zurück liegt, kann beispielsweise ein:e ehemalige:r Kolleg:in, der:die jetzt in einem Tech-Unternehmen arbeitet eventuell als Türöffner für ein Bewerbungsgespräch fungieren.

Die Vernetzung mit Unternehmen sowie den richtigen Stakeholdern kann persönlich erfolgen oder auch über digitale Kanäle, wie beispielsweise LinkedIn. Einmal den Mut gefasst, das eigene Netzwerk für seine Zwecke zu nutzen, kann ein wahrer Türöffner in neue berufliche Perspektiven und Möglichkeiten sein.


2.  Meet & Greet

Events und Veranstaltungen, national sowie international, sind eine tolle Möglichkeit, sowohl das Netzwerk zu erweitern, als auch Wissen zu speziellen Themen aufzubauen oder zu vertiefen. Auf Konferenzen und Messen präsentieren sich Unternehmen und geben Einblicke in die aktuellen Trends. Gut vorbereitet, zahlt sich die Teilnahme schnell aus. Vor dem Event sollte man sich klar machen, was das Ziel der Teilnahme ist und genau planen, wie man die Zeit vor Ort effektiv nutzt. Bei den meisten Veranstaltungen kann man vorab über Tools mit anderen Teilnehmer:innen in Austausch treten und Meetings vereinbaren. Zudem sollte man sich ganz genau das Programm anschauen und Highlights aussuchen und vermerken. Auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie die meisten Konferenzen leider nicht stattfinden, kann man Online-Formate nutzen, um sich inhaltlich weiterzubilden und sich zu bestimmten Themen zu informieren.


3. Lebenslanges Lernen

Wie eben erwähnt, können Events als Weiterbildungsmaßnahme genutzt werden. Aber auch weitere Formate sollten genutzt werden, um kontinuierlich zu lernen und die eigenen Fähigkeiten auszubauen. Die Tech-Szene ist extrem schnelllebig und entwickelt sich ständig weiter. Lebenslanges Lernen ist somit unabdingbar, um am Puls der Zeit zu bleiben und mit seinem Wissen zu überzeugen. Die Teilnahme an Online-Kursen, das Lesen von Fachzeitschriften oder der Austausch mit Expert:innen bei Meetups helfen dabei, auf dem Laufenden zu bleiben und die eigene Expertise zu erweitern.


4.  Je spezieller, umso besser

Die Tech-Szene ist breit gefächert: Fintech, TaxTech, LegalTech, Mobility etc. – für jede Branche gibt es spezielle Strömungen. Je detaillierter und genauer man sich in einer Branche auskennt, umso mehr profitiert der Arbeitgeber und das Unternehmen. Vor allem wenn man von Unternehmensseite wechselt, bringen viele Bewerber:innen langjährige Expertise in einem Bereich mit. Der externe Blick ist für Tech-Unternehmen sehr wertvoll. Vor allem internationale Sichtweisen sind sehr spannend und bereichern jedes Unternehmen.


5.  Mut wird belohntt

Vor neuen Herausforderungen zurückschrecken, ist in der Tech-Szene keine Option. Man muss die eigenen Hürden ablegen und sich selbst vertrauen. Nur wer wagt, der:die gewinnt! Ein Neustart in der Tech-Branche bringt viele Veränderungen mit sich - aber auch viele Chancen. In der Tech-Szene hat man die Möglichkeit aktiv an spannenden Projekten zu arbeiten und Lösungen für bestehende Projekte zu finden. Die Annahme, dass man ein:e Coder:in oder ITler:in sein muss, um im Tech-Bereich zu arbeiten, ist veraltet. Viele Berufszweige sind gefragt. Man darf nicht zu perfektionistisch denken. Stattdessen sollte man mutig sein und einen Neustart in einem Tech-Unternehmen wagen.
Denn eins ist klar: Tech ist die Zukunft! Ganze Berufsgruppen werden irgendwann wegfallen. Unternehmen mit Tech-Fokus bieten neue Impulse und Berufswege, die klassische Berufe ergänzen oder ersetzen werden. Die Tech-Szene ist ein spannendes Feld, um die eigenen Fähigkeiten einzusetzen und vor allem auch zu erweitern.

christiana-rivers-O_XIvDy0pcs-unsplash_e

Über die Authorin

Anita Richter, VP Tax Technology Innovation und Syndikus-Steuerberaterin, ist bei dem TaxTech-Unternehmen eClear für die Geschäftsentwicklung und für innovative Steuertechnologie-Lösungen verantwortlich.

CTA_Website.png

Weitere Artikel aus Karriere

Fünf Gründe, die für Personal Branding sprechen

Aus unserer Reihe "How to: Personal Branding" mit Christina Richter

von Christina Richter

Wie viel Chef:in muss und wie viel Freund:in darf ich sein?

Kolumne: First-Time Leader

von Katrin Grunwald

In 3 Schritten Feedback besser verarbeiten

Mit fairer und unfairer Kritik besser umzugehen lernen

von Katrin Bitterle